Landrat Dr. Christoph Schnaudigel sieht die Kooperation mit privaten Investoren als gescheitert an.
Die flächendeckende Glasfaserinfrastruktur im Landkreis Karlsruhe sollte durch eine Symbiose aus eigenwirtschaftlichem und gefördertem-kommunalen Ausbau erreicht werden. Dieses Konzept der Zusammenarbeit mit privaten Anbietern ist gescheitert. „Damit sollte zwar Überbau verhindert und landkreisweit für Infrastruktur gesorgt werden. Ein Pakt, der gut gemeint war, sich nun aber infolge des Rückzugs der privaten Investoren als unrealistisch erwiesen hat“, bemängelte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Thema war diese Entwicklung im Verwaltungsausschuss berichtet Kreisrat Frank Hörter. 2022 wurden erste Absprachen mit der Deutschen Glasfaser GmbH getroffen, um den privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau auf den Weg zu bringen. „Der Glasfaserausbau ist leider keine öffentliche Aufgabe. Es sind also je nach Gebiet andere Entscheidungsträger im Spiel“, ergänzte der Landrat. 28 von 32 Kreisgemeinden unterzeichneten daher Kooperationsverträge mit dem Unternehmen. Der Landkreis selbst hat mit der Deutschen Glasfaser eine separate Vereinbarung geschlossen, mit dem Ziel, den angekündigten Ausbau einheitlich zu garantieren und den Überbau von bereits gefördert ausgebauter Infrastruktur auszuschließen. Hiervon nahm das Unternehmen nun Abstand und stoppte Projekte in einzelnen Kommunen. Das Gremium nahm den Bericht der Verwaltung zum Rückzug der Deutschen Glasfaser GmbH im Landkreis Karlsruhe zur Kenntnis und unterstützte das Vorgehen der Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe (BLK), sich für die Öffnung der Bundesförderprogramme für die betroffenen Kommunen einzusetzen und zugleich alternative Ausbaumöglichkeiten zu suchen.