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Pfinztal braucht frischen Wind in der Strukturpolitik
Geschrieben von: Joachim Braun Mittwoch, den 22. Juni 2011 um 20:32 Uhr
Pressemitteilung CDU Pfinztal
Pfinztal(fh). Pfinztal verliert seine Bewohner. Obwohl sich die Gesamteinwohnerzahl Baden-Württembergs von 1996 bis 2009 erhöht hat, sieht diese Entwicklung in Pfinztal anders aus: Der CDU Gemeindeverband Pfinztal hat in einer detaillierten Analyse der Einwohnerzahlen festgestellt, dass Pfinztal sei dem Jahre 2001 mit 18060 Einwohnern einen Rückgang von über 250 Einwohnern aktuell hinnehmen musste.
Zukünftig soll die Zahl ohne Konzeption laut statistischem Landesamt Baden- Württemberg bis im Jahr 2030 auf 16796 Einwohner sinken. „Die Gemeinde Pfinztal, die einen starken Einwohnerschwund verkraften muss, kommt nicht allein aus der Negativspirale heraus, die diese Entwicklung auslöst“, erklärt der Vorsitzende der CDU Pfinztal, Frank Hörter.
Um dem Einwohnerrückgang entgegenzuwirken benötigt diese Gemeinde nämlich mehr Geld. Weil sie aber immer weniger Einwohner hat, erhält sie immer weniger finanzielle Mittel aus dem kommunalen Finanzausgleich (FAG). Die Ausgaben hingegen steigen, denn auch für weniger Bürger müssen alle notwendigen kommunalen Dienstleistungen aufrecht erhalten werden. Ein Teufelskreis, so Hörter. Die schwindenden Einwohnerzahlen wirken sich auf das gesamte örtliche Leben aus: Immobilienpreise sinken und Wohnungen werden zum Spottpreis vermietet, damit sie nicht leer stehen. Läden schließen, Ärzte finden keine Nachfolger. Die Ortskerne verwaisen und das soziale Leben schläft langsam ein.
Aus Sicht der CDU Pfinztal müssten jetzt klare strukturpolitische Entscheidungen getroffen werden, um den Abwärtstrend zu stoppen. Dazu gehört eine moderate Baulandausweisung ebenso wie die Vorhaltung von Gewerbeflächen. Förderprogramme für Ortskerne oder im Bereich Wohnungsbau können, wenn man sie entsprechend abruft unterstützend wirken. Und auch die Bürger müssten erkennen, dass sie gefordert sind, wenn sie auf einen lebenswerten Wohnort Wert legen.
„Warum denn nicht eine Bürgerstiftung gründen oder einen Genossenschaftsladen eröffnen? Gemeinsame Projekte fördern den Zusammenhalt unter den Bürgerinnen und Bürgern und stärken die Identifikation mit ihrer Gemeinde“, so Frank Hörter. Durch Angebote in den Bereichen Bildung und Betreuung versuche Pfinztal, den Bürgern das Vereinbaren von Beruf und Familie zu erleichtern. Auch die Verantwortlichen im Gemeinderat müssten die Initiative ergreifen und dem Einwohnerschwund entgegentreten. Ohne Unternehmen, die Arbeitsplätze anbieten, könne jedoch keine noch so innovative Gemeinde ihre Einwohner auf Dauer halten. „Nur gemeinsame Anstrengungen von Gemeinderat, Bürgern und der Wirtschaft werden dafür sorgen, dass unsere Gemeinde weiterhin attraktiv bleibt“, sagt Frank Hörter, „sowohl als Standort für Unternehmen als auch als Wohnort für die Bürgerinnen und Bürger.“
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