23.05.2012 11:04

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Hörter kritisiert Verkauf der Pfinztaler EnBW Aktien

Geschrieben von: Joachim Braun Sonntag, den 03. April 2011 um 19:51 Uhr

Pressemitteilung CDU-Gemeindeverband Pfinztal

Pfinztal(fh) In der emotional geführten Debatte im Gemeinderat in Pfinztal spielte ganz offenkundig auch das Geschehen in Japan eine Rolle. Ein von SPD und Grünen gestellter Antrag zum Verkauf der Aktien fand nun, nachdem man vor zwei Monaten noch gegen der Verkauf der Aktien stimmte, eine Mehrheit.

Begründet wurde der Antrag  vor dem Hintergrund der hohen Schulden der Gemeinde Pfinztal (ca. 18 Mio Euro). Der Vorsitzende der CDU Pfinztal, Frank Hörter, erklärt hierzu: Wie sich die Aktienwerte allgemein entwickeln, kann niemand vorhersehen - nur vermuten. Dies gilt auch für die EnBW-Aktien.

Festzustellen ist, dass die schlimmen Ereignisse in Japan, die zu Recht zum Überdenken der Energiepolitik zwingen, bei den Energie-Aktien bis jetzt zu keinen großen Kursausschlägen geführt haben. Und wenn Aktien von Betreibern regenerativer Energieanlagen eine hervorragende Zukunft vorhergesagt wird, tun wir gut daran, EnBW dahin zu beeinflussen, wie auch bisher schon, verstärkt in diese Energieversorgung zu investieren.

Der Verkaufserlös der Aktien löst die finanziellen Probleme der Gemeinde Pfinztal nicht, hier sind andere Konzepte gefragt, so Hörter. Zudem ist die EnBW im Kreis Karlsruhe ein wichtiger Arbeitgeber. Nach Hörters Ansicht ist der Einfluss auf die EnBW als Eigentümerin der Strom- und Straßenbeleuchtungsnetze weiterhin „dringend erforderlich“. Wer die Energiepolitik bestimmen will, darf Aktien nicht verkaufen, besonders dann nicht, wenn sie strategische Bedeutung haben, so Hörter. Bereiche, die der kommunalen Daseinsvorsorge dienen, wie Wasser, Abwasser und Energie sollten keinesfalls in die Hände von Spekulanten fallen, ist sich Hörter sicher.



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