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Ökologie kontra Arbeitsplätze

Geschrieben von: Joachim Braun Donnerstag, den 22. April 2010 um 12:11 Uhr

Pressemitteilung CDU Gemeindeverband Pfinztal

Pfinztal(fh) Einer der Hauptgründe für die finanzielle Misere der Gemeinde Pfinztal ist der noch nicht bewältigte Strukturwandel, so Frank Hörter, Vorsitzender der CDU Pfinztal  und ergänzt: „Viele Arbeitsplätze sind in den Gewerbebetrieben verloren gegangen, neue Arbeitsplätze sind zu wenig entstanden. Zahlreiche Gewerbebetriebe haben Pfinztal in den letzten Jahren verlassen und Arbeitsplätze aus der Gemeinde abgezogen. Damit hat Pfinztal ein Einnahmenproblem (wenig Gewerbesteuern) und ein Ausgabenproblem (steigende Sozialausgaben)“.

Der Vorrat in den bestehenden Gewerbegebieten ist nahezu erschöpft, größere Flächen gibt es nicht. Seit 2005 konnte die Gemeinde auf mehrere Anfragen keine passenden Grundstücke anbieten. Die Folgen dieses Mangels sind schon jetzt zu spüren: In den letzten zehn Jahren sind einige Unternehmen aus Pfinztal abgewandert – und mit ihnen Arbeitsplätze und Gewerbesteuern, so Hörter. Die Gemeinde Pfinztal muss daher neue Gewerbeflächen entwickeln, um wirtschaftlich und infrastrukturell zukunftsfähig zu bleiben. Nun ist dies bei Pfinztals Tallage nicht ganz einfach, ergänzt Hörter.

Umso unverständlicher ist die Haltung der neuen Mehrheit im Pfinztaler Gemeinderat (Rot, Grün ULIP), eine im Flächennutzungsplan ausgewiesene Gewerbefläche im Gewann Hochwiesen von etwas über eintausend Quadratmeter ohne Not zu opfern, so der CDU Fraktionsvorsitzende Achim Kirchenbauer. Diese Fläche ist als Erweiterungsoption und Standortsicherung für eine ortsansässige Firma mit über zweihundert Arbeitsplätzen vorgesehen. Die Christdemokraten sehen folglich die Sicherung und Neugewinnung von Unternehmen am Standort Pfinztal als eine der wichtigsten Aufgaben, um die Finanzsituation der Gemeinde nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- bis langfristig zu verbessern und zu stabilisieren, so Kirchenbauer.

Weiterhin habe man durchaus Verständnis für den Schutz von Amphibien, so Hörter. Auf wenig Gegenliebe stoßen allerdings die nächtlichen Sperrungen der Reetzstraße, welche für Betroffene zu kilometerweiten Umwegen führen. Was nördlich der Bahnlinie durch einen Krötendurchlass geregelt ist, lässt sich südlich ebenso regeln, ist sich Hörter sicher.



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