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Kein Atommüll Endlager in Philippsburg!
Geschrieben von: Joachim Braun Samstag, den 21. Januar 2012 um 11:28 Uhr
Pressemitteilung AK Umwelt Technik Verkehr CDU-Karlsruhe Land
Philipsburg (fh) Im Hinblick auf die im Kreistag anstehende Resolution führte der Arbeitskreis eine Besichtigung des Zwischenlagers im Kernkraftwerk Philippsburg durch. Die derzeitige Situation, dass in Deutschland kein sicheres Endlager für Atommüll existiert, ist für den Arbeitskreis Umwelt Technik Verkehr der Kreis CDU keine befriedigende Lösung, so der Vorsitzende Frank Hörter.
Da der Atommüll jedoch irgendwo hin muss, wird er zwischengelagert. Standortzwischenlager für abgebrannte Brennelemente sind Teil des Entsorgungskonzepts für Kernkraftwerke in Deutschland. In der mit der damaligen Rot- Grünen Bundesregierung im Jahr 2000 getroffenen Kernenergievereinbarung haben sich die Energieversorger verpflichtet, unter Einhaltung höchster Qualitäts- und Sicherheitsstandards an den Kraftwerksstandorten Zwischenlager zu bauen. In der gleichen Vereinbarung hat sich die Bundesregierung verpflichtet, rechtzeitig ein Endlager zur Verfügung zu stellen. Das Zwischenlager in Philippsburg wurde im März 2007 mit der ersten Einlagerung in Betrieb genommen. Dort werden die abgebrannten Brennelemente – die ausschließlich aus dem Betrieb am Standort stammen – in Castorbehältern unter kontrollierten Bedingungen für maximal 40 Jahre sicher aufbewahrt. Spätestens dann werden sie in ein Endlager überführt.
Das Zwischenlager in Philippsburg hat eine Lagerkapazität von 152 Castoren. In Gorleben wird die hochradioaktive Fracht in einer Lagerhalle abgestellt, weil bisher eine Endlagererkundung aus ideologischen Gründen von Rot- Grün abgelehnt wurde. Die Umweltorganisation Greenpeace fordert: "Der nächste Castor-Transport muss nach Philippsburg rollen und nicht nach Gorleben".
Seit Jahren wird von Bundesseite – ganz gleich, wer gerade die Regierung stellt – die Endlagerfrage erörtert. Vom jahrzehntelangen unbedingten Festhalten an Gorleben als endgültigem Endlager ist man abgekommen. Inzwischen hat man sich unabhängig von Gorleben auf eine ergebnisoffene Suche nach einer geeigneten Endlagerstätte verständigt. Von Philippsburg war dabei aber bisher allerdings keine Rede, so Hörter. Dies wäre auch ein offenkundiger Vertrauensbruch gegenüber der betroffenen Bevölkerung.
Philippsburg und Umgebung stehen aufgrund des Ausstieges aus der Kernenergie vor einem großen Aderlass bei Arbeitsplätzen und Gewerbesteuer. Die Region bemüht sich, die drohenden Steuerausfälle und Arbeitsplatzverluste durch Neuansiedelung von Unternehmen zu kompensieren und das Image einer Atomgemeinde abzuschütteln. Eine Lagerung von Brennelementen aus anderen Kraftwerken würde daher gegen geltendes Recht verstoßen, dies sei für die Mitglieder des Arbeitskreises nicht akzeptabel, so Hörter.



